Navigation
Malteser Augsburg

„Zutiefst menschlich – Hilfe und Unterstützung für bedürftige Menschen"

Menschen lernen Menschen kennen – und Freundschaften entstehen.

25.05.2020

 Die Malteser in der Diözese Augsburg erhalten viel Unterstützung in der Krise durch ehrenamtliche Helfer, die einfach ihre Befähigung einbringen oder ihre Zeit, die sie teilen möchten.

So, wie Andrea Siering aus Augsburg, die sich als Einkaufshilfe bei den Maltesern meldet, um Risikogruppen, wie die Senioren, zu schützen, und diese mit Botengängen oder Einkäufen in ihrem nun noch mehr eingeschränktem Leben zu unterstützen. „Ich wollte und will helfen, habe nach der Arbeit Zeit, bin mobil und gesund“, so die pragmatische Aussage von Siering. Wie der Zufall es so will, ist es nicht nur ein Geben und Nehmen, sondern auch die Möglichkeit, dass zwei Menschen sich begegnen, die sich gut verstehen und sich so eine Freundschaft entwickelt. Im Moment unterstützt Andrea Siering eine Familie in Augsburg, eine Frau, die im Moment schwer erkrankt ist und immungeschwächt, und deren Eltern, die weit über 80 Jahre alt sind, und somit angewiesen sind auf externe Hilfe. Jeden Freitag geht Andrea Siering für diese Familie einkaufen, weil sie ohnehin für sich unterwegs ist. Die Übergabe findet an den Treppenstufen vor dem Haus mit Maske statt. Trotzdem bleibt Zeit für persönlichen Austausch und wie es wohl weiter geht in dieser besonderen Zeit, gerade für immungeschwächte und erkrankte Menschen.

Der Mangel an Masken zu Beginn der Maskenpflicht lässt auch Ursula Schmid aus Steppach schnell eine Entscheidung treffen: In ihrer freien Zeit Masken zu nähen. Die ehemalige Religionslehrerin denkt pragmatisch, wie sie helfen kann. Für sich möchte sie kein Geld verdienen damit, aber der Erlös der Masken, die sie für wenige Euro abgibt, gibt sie weiter an das Begegnungshaus im Park mit den beiden Abteilungen Malteser Tagesbetreuung für Menschen mit Demenz (MalTa) und Offene Behindertenarbeit (OBA). Anfangs hat sie die Masken selber genäht, da aber innerhalb von 1-2 Stunden an den ersten Samstagen nach Ostern die Masken bereits vergriffen waren, bittet sie ihre Geschwister sie beim Nähen zu unterstützen. Eigene Vorräte von Stoffen und Stoffe aus dem Begegnungshaus, sowie gekaufte Stoffe werden für die Erstellung der Masken verbraucht.  Für jeden Geschmack ist das passende Muster dabei. Insgesamt sind nun an die 2000 Masken entstanden und weitergegeben worden. Im Foyer des Edeka-Geschäftes vor Ort wird ihr von Andreas Schmid dem dortigen Geschäftsführer angeboten, sie könne sich dort hinstellen und die Masken anbieten. Insgesamt an 8 Samstagen war Ursula Schmid von 9 bis 11.30 Uhr dort. Durch ihren Einsatz und die spontane Idee dem Mangel an Masken nachzukommen, konnte Ursula Schmid dem Begegnungshaus im Park eine Summe von 4000 Euro übergeben. Die Malteser möchten dieses Geld in den Garten des Begegnungshauses in Schattenspender, einen Pavillon und einer Rundbank investieren. So können beide Abteilungen von der Unterstützung profitieren.

 „Viele Menschen wollen helfen. Ursula Schmid und ich kennen uns schon lange aus dem Obst- und Gartenbauverein in Steppach, der auch unseren Garten mit betreut,“ erklärt Michel Goetze, Einrichtungsleiter Tagesbetreuung MalTa. „Danke Ihnen Frau Schmid, im Namen aller für diesen tollen Einsatz und die großzügige Spende,“ bekräftigt Alexander Pereira, Diözesangeschäftsführer.

Malteser. Mitwirken. Aktiv werden.

 

Weitere Informationen