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Die eigene Kapelle der Augsburger Malteser- "Philermos"

...ein Raum der Stille


 

 

      ...lädt ein, sich Zeit zu nehmen,
             ...für einige Augenblicke der Stille,

                ...zum abschalten,

                  ...um zur Ruhe zu kommen,
     
                      ...zum nachdenken,
     
                         ...um zum Wesentlichen zu kommen.

 

Philermos, auch Phileremos (griechisch  Φιλέρημος), ist der Name eines 267 m hohen Berges auf der griechischen Insel Rhodos. Er liegt etwa 8 km südwestlich der Hauptstadt Rhodos und auf seinem Plateau befand sich die Akropolis der antiken Stadt Ialysos. Mit den zahlreichen Ruinen aus verschiedenen Epochen stellt er heute eine Sehenswürdigkeit und ein beliebtes touristisches Ausflugsziel dar.

Seinen Namen hat der Berg von einem aus Jerusalem kommenden Mönch, der eine Ikone der Jungfrau Maria, angeblich vom Apostel Lukas gemalt, bei sich hatte und der sich hier als Einsiedler niederließ (Filerimos = der Freund der Einsamkeit). Zuvor trug der Hügel den Namen Ahaea. Dieser Mönch errichtete im 13. Jahrhundert eine Kapelle, die später zum Kloster und zur Kirche ausgebaut wurde. Der Glockenturm ist noch heute zu sehen.

Geistig-religiöse Grundlagen - Ordenspatronin

Unsere liebe Frau von Philermos

 

Tradition der Verehrung der Muttergottes von Philermos

 

Die Tradition der Verehrung der Gottesmutter von Philermos reicht zurück in jene Zeit, als die Insel Rhodos zum griechischen Kaiserreich von Byzanz (4. bis 10. Jhdt. n. Chr.) gehörte. Die Gottesdienste wurden im griechisch-orthodoxen Ritus gefeiert. Es entstand auf der Insel Rhodos eine prächtige byzantinische Basilika. 1052 fiel die Insel an die Venetianer, 1248 an die Genuesen. Aus Angst vor den Muslimen verkaufte Genua die Insel im Jahre 1306 an den Orden des heiligen Johannes.


Der Orden baute auf dem Berg Philermos über den Ruinen der orthodoxen Basilika die Kreuzbasilika auf, in der das Wallfahrtsbild der „Mutter aller Gnaden“, das ursprünglich wohl als Ikone in der byzantinischen Basilika verehrt wurde, seinen festen Platz erhielt.


Von da an betrachteten die Mitglieder des Ordens auch die Madonna von Philermos als ihre Patronin. Sie hingen so an ihr, dass sie ihre Taten zum Schutze der Insel und der christlichen Seefahrt im östlichen Mittelmeer ihrer mütterlichen Fürsorge zuschrieben. Als der Orden im Jahr 1523 die Insel Rhodos verlassen musste, nahmen die Ordensritter das Gnadenbild der „Mutter aller Gnaden“ mit.


 


Der Orden erhielt nunmehr - 1530 - die Insel Malta, um den Bereich des westlichen Mittelmeeres zu schützen. Das Gnadenbild fand seinen Platz in der Sakramentskapelle der von ihm zuvor erbauten St. Johannes Kathedrale in La Valetta.


Napoleon vertrieb den Orden 1796 von Malta. Das Madonnenbild kam nach St. Petersburg, wo Zar Paul I. zum Großmeister gewählt worden war.


Das Großpriorat des Ordens in Rußland wurde von den Nachfolgern Paul I. wieder aufgelöst, und das Ordensgut wurde konfisziert.


Im Jahre 1799 gelangte das Gnadenbild der Muttergottes von Philermos zusammen mit zwei Reliquien (der rechten Hand Johannes` des Täufers und einem Kreuz, angefertigt aus dem Holz des wahren Kreuzes von Malta) nach St. Petersburg, wo sie im Winterpalast des Zaren aufgestellt wurden. Das Madonnenbild blieb in der Kaiserfamilie und genoss hier höchste Verehrung.


Nachdem sich in Russland eine atheistische Regierung durchgesetzt hatte, die an religiösen Kunstgegenständen kein Interesse hatte, versuchte Italien, das Bild auf diplomatischem Wege zu bekommen, um es in das 1912 italienisch gewordene Rhodos zurückzubringen. Lediglich eine im Jahr 1800 angefertigte Kopie des Bildes wurde den Italienern ausgehändigt. Sie befindet sich bis heute in der Kirche Santa Maria degli Angeli in Assisi.


Die Ikone selbst soll vor den Wirren der Bolschewistischen Revolution im Jahre 1917 dadurch verschont worden sein, da sie von der Mutter der Zarin, einer geborenen Prinzessin von Dänemark, in Kopenhagen aufbewahrt wurde. Als diese 1928 starb, kam die Madonna kurz an den Vorsitzenden der russisch-orthodoxen Bischofssynode in Berlin. Dieser übergab im Jahre 1929 die Ikone dem jugoslawischen König Alexander I in Belgrad. Seit der Besetzung dieser Stadt im Jahre 1941 durch die Deutschen gab es keine Nachrichten mehr. Neue Informationen geben einen Hinweis darauf, dass die Ikone sich in Montenegro befindet.

 

       

Bilder von Philermos auf Rhodos

 

 

Das "Vater unser"- mal anders

 

MALTESER GEBET

 

 

 

 

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