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Malteser- Auslandsdienst der Augsburger Malteser, Projekt Sri Lanka

 

 

Seebeben Süd- und Südost-Asien: Nothilfe und Wiederaufbau

Ausmaß der Zerstörung an der Küste Sri Lankas

In Mullaitivu wurden Notunterkünfte für 650 Familien gebaut

Mutter mit ihrem Kind vor der neuen Unterkunft

 

Aktuelle Situation

Durch die Flutwelle des Tsunami verloren in Sri Lanka über 26.000 Menschen das Leben und mehr als 500.000 Bewohner wurden obdachlos. Die Hilfe der Malteser konzentriert sich nach ersten Nothilfemaßnahmen auf die Wiederherstellung der Wasserversorgung und den Wiederaufbau von Dörfern. Die Malteser sind für die Nothilfe und den Wiederaufbau in Sri Lanka für das Jahr 2005 bereits Verpflichtungen in Höhe von rund 3 Mio Euro eingegangen. Die Maßnahmen werden zum Teil von Malteser-Mitarbeitern umgesetzt, zum größeren Teil aber von lokalen Partnerorganisationen.

NORTH EASTERN PROVINCE:

In Mullaitivu im Nordosten Sri Lankas unterstützten die Malteser unmittelbar nach der Flutwelle ein Waisenhaus des Holy Family Convent bei den Baumaßnahmen.
In mehreren Flüchtlingslagern in und um Mullaitivu haben die Malteser in Kooperation mit der Tamil Rehabilitation Organisation (TRO) Notunterkünfte für 650 Familien zur Verfügung gestellt.

In einem von der TRO betriebenen Waisenhaus in Trincomalee werden notwendige Reparaturen an Fenstern, Türen und Dächern durchgeführt und die Sanitäranlagen verbessert. Da das Waisenhaus nach der Flutkatastrophe zahlreiche Waisen aufgenommen hat, müssen Betten und weitere Einrichtungs-gegenstände beschafft werden.

In einem gemeinsamen Projekt mit der GTZ wird eine Fischerkooperative in Mullaitivu mit 200 Fischer-booten, Netzen und Motoren ausgestattet. An der Ostküste im Distrikt Trincomalee ist der Wiederaufbau von zwei Dörfern geplant. In Zusammenarbeit mit einer lokalen NGO wollen die Malteser nicht nur die zerstörten Häuser wieder aufbauen und die beschädigten Häuser rehabilitieren; auch Infrastrukturmaßnahmen und einkommensschaffende Maßnahmen sollen das Leben der Bewohner verbessern.

SOUTHERN PROVINCE:

In der Region Koskoda nördlich von Galle wurden in der Nothilfephase rund 600 Menschen in zwei Flüchtlingslagern in Koskoda durch ein deutsch-französisches Malteser-Team medizinisch betreut.

In den Bezirken Koskoda und Ahungalla (Distrikt Galle) haben die Malteser zur Verbesserung der Wasserversorgung in Kooperation mit den lokalen Behören 5 Traktoren mit Wassertanks zum Transport von Trinkwasser sowie 20 stationäre Wassertanks zur Verfügung gestellt. Mit speziellen Absaugpumpen und -tanks werden in zahlreichen Dörfern und Flüchtlingslagern die Abwassertanks gesäubert.
Die Verbesserung der Wasserversorgung und Müllentsorgung steht auch im Mittelpunkt eines Projektes für ein Waisenhaus in Kithulampitya, welches zudem mit Betten und Einrichtungs-gegenständen ausgestattet wird. Im Waisenhaus Sambodhi Home werden Dach- und Mauerreparaturen durchgeführt.

In Zusammenarbeit mit dem lokalen Partner Help for the Children werden im Distrikt Galle ca. 100 Häuser in 4 Dörfern rehabilitiert. Die Bewohner erhalten sowohl für die Aufräum- als auch für die Aufbauarbeiten eine Entlohnung, um den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien sicherzustellen. Sozialarbeiter kümmern sich dort um die Nöte der Bevölkerung und bieten mit Unterstützung eines Traumaexperten der Malteser auch psychosoziale Hilfen an.

Weitere 3 Fischerdörfer in Tangalle (Distrikt Hambatota) werden in Kooperation mit der bereits seit Jahren in der Region tätigen deutschen GTZ rehabilitiert. Dort wurden insgesamt 104 Häuser zerstört. Die Wiederherstellung der Wasser-versorgung und die Ausstattung der Fischer mit Booten und Netzen ist ebenso geplant.

 

Maßnahmen der Malteser